Endstation Perrera

 
Hunde werden in Spanien und anderen so genannten "Urlaubsländern" nicht als Freund des Menschen geschätzt, wie das z.B. in Deutschland der Fall ist - sie genissen keinerlei Respekt und sind meist nur dazu da, ihren Zweck zu erfüllen wie z.B. auf Haus- und Hof aufzupassen, um bei der Jagd zu helfen etc. Während dieser Leidensjahre fristen sie ihre Zeit oft nur an der Kette im Freien oder in einem Zwinger. Da weder die Hündinnen noch die Rüden kastriert werden und sie oft gemeinsam ihr Schicksal teilen, vermehren sie sich unkontrolliert und der Nachwuchs wird dann in den meisten Fällen getötet, verschenkt oder einfach ausgesetzt und sich selbst überlassen.
Besonders nach der Jagdsaison spielen sich in Spanien dramatische Szenen ab. Die treuen Gefährten werden, nachdem sie oft Jahre lang alles für Ihren Herrn getan haben von genau diesem auf grausame Art und Weise getötet. Manchmal durch Erschiessen, meistens werden sie allerdings traditionell stranguliert! Aber es geht auch noch grausamer, denn manchmal findet man auch Tiere, die wurden entweder einfach in tiefe Brunnen geworfen, mit Säure übergossen, angezündet, mit Absicht überfahren und noch andere unvorstellbare Methoden. Oft werden die Tiere vernachlässigt und misshandelt, sogar sexuell missbraucht... Werden sie von ihren Herrchen "nur" auf die Strasse geworfen gehören sie also noch zu den Glücklichen. Während der harten Zeit auf der Strasse sind sie aber wieder in Gefahr, denn den Menschen dort sind die streunenden Hunde lästig und so droht den Tieren auch dort der Tod. Manchmal werden sie dann aber von Hundefängern eingefangen, die sie in die Perreras bringen. Dies sind aber keine Tierheime, wie wir sie kennen. Sie werden meist auch nicht von den Behörden geleitet, sondern von privaten Investoren, die mit diesen armen Kreaturen auch noch Geld verdienen wollen, denn die Gemeinde zahlt für jeden Hund eine so genannte Kopfprämie. Meldet sich innerhalb 21 Tagen niemand der die Hunde haben möchte, ob jetzt der alte oder eine neuer Besitzer, werden die Hunde getötet. Nach drei Wochen wenig artgerechter Haltung, werden regelrechte Massentötungen durchgeführt. Dabei interessiert es niemanden, ob es süsse Welpen, gesunde erwachsene Hunde oder ältere Hunde sind und auch Rassehunde sind oft unter den Getöteten. Mittlerweile gibt es auch Perreras, in denen sie nicht nach 21 Tagen automatisch die Hunde töten. Wegen der längeren Aufenthaltsdauer in diesen Perreras haben die Hunde eine grössere Chance gerettet und vermittelt zu werden, aber irgendwann sind auch die Kapazitäten einer solchen Perrera erschöpft, dann beginnt wieder das Töten. Die ersten, die betroffen sind, sind grosse Hunde, ältere Tiere und Welpen. Jeder Hund den wir durch Ihre Hilfe aus dieser Hölle retten können, bedeutet auch eine neue Chance für einen anderen Hund, der jetzt noch in der Perrera oder auf der Strasse sitzt.
 
Copyright: www.tierhilfe-ueber-grenzen.net
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