Warum Tierschutz in Spanien und nicht erst einmal in Deutschland helfen?
Argument 1: Die Tierheime in Deutschland sind überfüllt...
Die Organisationen bringen nur Hunde mit, die problemlos im Umgang mit Menschen und anderen Tieren sind und somit schnell ein Zuhause finden. Überwiegend sind nur grosse Hunde in den Tierheimen zu vermitteln, wir bringen meist nur kleine bis mittelgrosse Hunde nach Deutschland. Wir möchten nicht, dass ausländische Hunde den Tierheimhunden die Chance auf ein neues Zuhause wegnehmen! Aber warum züchten, wenn es überall auf der Welt
Hunde gibt, die ohne den Ansatz unserer Hilfe elendig zugrunde gehen bzw. gingen.
Argument 2: In Deutschland gibt es keine Tötungsstationen
In Deutschland werden die Hunde in Tierheimen versorgt, bis sie vermittelt werden. Mit ihnen wird auch gearbeitet, wenn sie "schwierig" sind. Viele der Hunde in den Tierheimen sind die sogenannten "Kampfhunde". Vor diesen Hunden schrecken die meisten Menschen zurück. Entweder, weil sie Angst haben durch die Panikmache in den Medien, sie wollen nicht von anderen Leuten wegen ihres Hundes angefeindet werden oder ihnen sind die immensen Steuern für diese Hunde zu hoch.
Die meisten Deutschen gehen auch erst in Tierheime vor Ort. Zu uns kommen sie entweder, weil dort nicht der "Richtige" für sie war oder weil sie von dem spanischen Elend gehört haben und deshalb einem spanischen Hund ein Zuhause geben möchten.
In Spanien werden Hunde von sehr sehr vielen Menschen wie Sachen behandelt. Will oder braucht man sie nicht mehr, werden sie entsorgt. Dies ist zwar mittlerweile unter Strafe gestellt, wird aber nach wie vor gemacht. Oder der Hund wird in den Kofferraum eines Autos verfrachtet, in eine andere Gegend gebracht und, damit er nicht dem Auto folgen kann, werden ihm die Beine gebrochen.
Im Januar 2006 sind Galgos aus einem Schacht gerettet worden. Der Besitzer hat sie dort entsorgt - 30 Meter tief! Wieder andere wurden in der Kanalisation entdeckt. Der Besitzer hat den Gully-Deckel geöffnet und sie hinein geworfen. Hätte es geregnet, wären sie ertrunken.
In Spanien werden viele Hunde an Ketten gehalten, bereits vom Welpenalter an. Dies ist absolut entgegen der Hundenatur. Sie bekommen weder Zuneigung noch Zuspruch, oftmals nur Schläge. Aus "Spass" werden Hunde dort
schwer misshandelt, mit Steinen beworfen, sie bekommen Tüten über den Kopf gebunden, werden mit Autos, Motorrädern regelrecht zu Tode gejagt oder aus Spaß einfach überfahren und zum Sterben liegengelassen... dies sind nur einige grausame Beispiele.
Es gibt viele liebe und tierliebe Freunde in Spanien, selbstverständlich auch Einheimische!, die mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, das Elend dort zu mildern. Sie geben ihren letzten Cent füer die Tiere. Sie machen Aufklärungsarbeit, gehen in ihrer Mittagspause und Freizeit in Tierheime und Perreras um die Zwinger zu säubern, die Hunde zu versorgen.
Diese Leute unterstützen wir, wo wir nur können. Mit Geldspenden, Sachspenden und natürlich der Vermittlung "ihrer" Tiere. Sie wissen, dass es in Deutschland anders ist - so anders, wie sie es sich für ihr Land wünschen.
Vorsorglich möchte ich allerdings darauf hinweisen, dass selbstverständlich NICHT ALLE MENSCHEN in Spanien mit Tieren schlecht umgehen, aber leider ein sehr großer Teil!
Oft werden den Hunden die Ohren abgeschnitten, sie würden dann besser hören...
Leider sind viele Menschen scheinbar sehr kreativ, wenn es darum geht, Tiere zu quälen...
Was für eine Mentalität herrscht in diesem modernen EU-Land, nur einen Katzensprung von uns entfernt??
